Bilder vom „Reggae in my garden“ in Schaffhausen 01.08.15

 

Zum bereits vierten Mal wurde an diesem Wochenende der Schweizer Nationalfeiertag in der Schaffhauser Altstadt standesgemäß mit der guten Musik aus Jamaica beschallt.
Hier ein paar Eindrücke vom Spektakel – enjoy! –>

Put this pon your Video: 1.5 STAY ALIVE – Klimawandel in der Karibik

 

„was der Film zeigt ist, dass 2°C für viele Länder dieser Welt schon zu viel sind…“

(Dr. Tilman Altenburg)

 

 
Erst kürzlich präsentierten Tilman Altenburg, Wissenschaftler am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik und der in Barcelona lebende Regisseur Lucian Segura in Bonn ihren Dokumentarfilm „1.5 STAY ALIVE“ über die Auswirkungen der globalen Erwärmung in der Karibik.

Im Eigenverständnis soll der Film Menschen in den Industrienationen dabei vor Augen führen, wie fatal sich deren Lebensstil mittelfristig auf die Umwelt und Bevölkerung von Florida bis Trinidad auswirkt.

.zu

Science meets music – nehmt euch die Zeit & erzählt’s der Welt! –>

Bild & Ton: „Enter the dancehall“ Reggae Festival in der Roten Fabrik Zürich

 


 

Beres Hammond war großartig / Popcaan zum Davonlaufen…
Hier ein paar Eindrücke von unserem Besuch auf dem Reggae Festival der Roten Fabrik Zürich – enjoy! –>


Mi say war: Papst Franziskus zum Kampf für Mama Erde

 

„Dieses System ist nicht mehr hinzunehmen;
die Campesinos ertragen es nicht, die Arbeiter ertragen es nicht,
die Gemeinschaften ertragen es nicht, die Völker ertragen es nicht…
Und ebenso wenig erträgt es die Erde, unsere Schwester, Mutter Erde.

Ich wage, Ihnen zu sagen, dass die Zukunft der Menschheit großenteils in Ihren Händen liegt,
in Ihren Fähigkeiten, sich zusammenzuschließen und kreative Alternativen zu fördern…
und auch in Ihrer Beteiligung als Protagonisten an den großen Wandlungsprozessen
auf nationaler, regionaler und weltweiter Ebene.
Lassen Sie sich nicht einschüchtern!

Die Zukunft der Menschheit liegt nicht allein in den Händen der großen Verantwortungsträger,
der bedeutenden Mächte und der Eliten. Sie liegt grundsätzlich in den Händen der Völker.
Sprechen wir gemeinsam aus vollem Herzen:
keine Familie ohne Wohnung, kein Campesino ohne Grund und Boden,
kein Arbeiter ohne Rechte, kein Volk ohne Souveränität,
kein Mensch ohne Würde, kein Kind ohne Kindheit,
kein Jugendlicher ohne Möglichkeiten, kein alter Mensch ohne ein ehrwürdiges Alter.
 
Fahren Sie fort in Ihrem Kampf und bitte, sorgen Sie sehr für die Mutter Erde!“

 

Papst Franziskus beim Welttreffen der Volksbewegungen in Bolivien (09.07.15)
Papst Franziskus Bolivien

Marsch der Entschlossenen – ziviler Ungehorsam vor dem Reichstag in Berlin

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 “Wenn Humanismus als Kunst deklariert werden muss, um gesellschaftlich akzeptabel zu sein,
dann sind wir als Gesellschaft am Ende.”
(ZPS)

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Friedhof vor dem Reichstag in Berlin - Bildquelle ZPS via Facebook.

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Die Toten kommen

Hinter dem Slogan, der bei flüchtiger Betrachtung erscheint, wie die geschickt kommunizierte PR Aktion eines neuen Hollywood Streifens, verbirgt sich das aktuelle Projekt der Künstlergruppe Zentrum Für Politische Schönheit (ZPS).
Das Kollektiv hinter dem verstörenden Namen versteht sich selbst als eine Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit zum Schutz der Menschheit und hält in jüngster Zeit die versammelte Medienlandschaft unter dem Hashtag #DieTotenKommen auf Trab.

Finanziert über eine Crowdfunding Kapagne hatte das ZPS bereits Anfang des Monats medienwirksam angekündigt, zehn unbekannter Flüchtlinge aus ihren menschenunwürdigen Grabstätten auf Sizilien zu exhumieren und die sterblichen Überreste anschließend auf dem Landweg zu ihren „bürokratischen Mördern“ direkt in das Berliner Regierungsviertel zu überführen.
Im Rahmen einer erste Aktion auf Deutschem Boden wurden Anfang vergangener Woche nun die vermeintlich sterblichen Überreste einer Mutter und ihres zweijährigen Kindes auf dem Friedhof in Berlin-Gatow in einer üppig inszenierten muslimischen Beerdigung beigesetzt.

Die im Vorfeld als Demonstrationszug mit Bagger und Särgen angekündigt Folgeaktion sollte in einer Beerdigung der sterblich Überreste der übrigen Flüchtlinge im Garten des Kanzleramts enden, scheiterte aber -wer hat’s geahnt?- an bürokratischen Hürden.

Die von offizieller Seite genehmigte Demo sah schließlich vor, -ohne Särgen & Bagger- in einer Abschlusskundgebung vor dem Kanzleramt zu enden und wurde vom ZPS wie folgt kommuniziert:

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Bitte bringt zum Marsch keine Holzkreuze, keine Särge, keine „sargähnlichen Behältnisse“, keine Bagger, keine Schaufeln, keine Grablichter, keinen Schnellzement oder Presslufthammer mit, sondern allerhöchstens Blumen, die sich auf der Marschroute zum Bundeskanzleramt nicht im Schutze der breiten Masse festbetonieren lassen.
Ganz ohne Ironie bitten wir Euch um Folgendes: Geht NICHT massenhaft mit Särgen vors Kanzleramt! Organisiert Euch auf KEINEN Fall selbst, seid NICHT ungehorsam, seid NICHT kreativ, tragt auf KEINEN Fall selbst irgendeine Verantwortung, verselbständigt NICHT die Aktionen. Und errichtet NIEMALS in der Nacht zum Sonntag in ganz Europa Gräber in der Öffentlichkeit und ERST RECHT NICHT während des Marsches. Auch NICHT auf der Wiese des Bundestags oder sonstwo.

Fügt Euch und arrangiert Euch mit diesem von den staatlichen Organen künstlerisch umgestalteten „Marsch der Unentschlossenen“

Die Toten kommen!

 

Weitgehend frei von der sonst üblichen Symbolik (Flaggen, Transparente & der vom ZPS im Vorfeld ausgeladene Wahrheitsbewegung um Ken Jebsen) zog „das Volk“ schließlich Sonntag Mittag zu Tausenden in einem opulenten „Marsch der Entschlossenen“ vom Startpunkt unter den Linden durch das Berliner Regierungsviertel zum Kanzleramt.

Kurz nachdem die Demonstration dort für beendet erklärt wurde, fielen plötzlich die Bauzäune rings um die Reichstagswiese und die Massen ergossen sich in geschichtsträchtigem Pathos gen Reichstag:

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Einige Individuen -die augenscheinlich das unmissverständliche! Kommunique des ZPS „überlesene“ hatten- zogen, überrascht von der neu gewonnen strategisch vorteilhaften Position beherzt ihr Gartengerät und begannen mit der Umgestaltung der Reichstagswiese zu einem symbolischen Friedhof für die Opfer der Festung Europa.

Wie auch die meisten Teilnehmer, war die Berliner Polizei der relativ unüberschaubaren Gesamtsituation in keinster Weise gewappnet und glänzte abwechselnd mit Abwesenheit, blindem Aktionismus und Kopflosigkeit.

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Nach der Errichtung einer beachtlichen Zahl mehr oder weniger improvisierter Gräber, gefolgt von zahlreichen Auseinandersetzungen mit den Beamten vor Ort, wurde der neu angelegte Friedhof vor dem Reichstag nach etwa zwei Stunden von der mittlerweile bedrohlich angewachsenen Bereitschaftspolizei rüde geräumt…

 

Als aufgeschlossener Geist könnte man in der als „Kunsthappening“ kommunizierten Aktion eines der wenigen wichtigen Signale für Deutsche Solidarität mit den Menschen der Länder des Südens erkennen – die Mainstream Presse hingegen schoss sich überwiegend auf den „Sachschaden“ an der Reichstagswiese ein und auch von Seiten unserer Volksvertretung stand die Aktion vielfach als unverhältnismäßig in der Kritik:

 

„Bei allem Verständnis für die Wut der Aktivisten angesichts der vielen tausend ertrunkenen Flüchtlinge im Mittelmeer, ein Spektakel mit Leichen zu inszenieren überschreitet eine moralische Grenze“

Aydan Özoguz – Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration (SPD)

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Und doch bleibt bei der sich bietenden Kritik angesichts solcher Aktionen, am Ende die Tatsache, dass die medial bereits eingeschlafene Berichterstattung zum dramatischen Anstieg der Flüchtlingstoten im Mittelmeer mit der Aktion des ZPS wieder neu an Fahrt aufgenommen hat – wollen wir doch mal hoffen, dass deren Boss am Ende Recht behält:.

„Wenn man das Wort ,Schönheit‘ gegen das Wort ,Politik‘ schlägt, erzeugt man den Funken für eine Revolution.“

(Philipp Ruch – Chefunterhändler des ZPS)

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Frederic Dietze – Gastbeitrag für NachDenkSeiten / Spiegelfechter: LINK
– Foto im Header © by Nick Jaussi
– Fotos im Text © by Frederic Dietze

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Eindrücke der Aktion „Marsch der Entschlossenen“

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